Das Projekt zur Lebensmittelhilfe in der Guaraní-Ñandeva-Siedlung Pykasu soll zwischen den beteiligten Institutionen koordiniert werden. Mit diesem Ziel findet am 15. und 16.April ein multi-sektoriales Arbeitstreffen zur Erarbeitung eines koordinierten Aktivitätenplanes statt. Das Treffen wird im Gebäude der Verwaltung des Nationalparkes Teniente Agripino Enciso durchgeführt. An dem Projekt sind die Departamentsverwaltung von Boquerón und die Munizipalität von Filadelfia beteiligt sowie die Stiftung Alter Vida, die internationale Agentur CERAI und das nationale Umweltsekretariat SEAM. Es handelt sich dabei um ein Pilotprojekt zur Stärkung der Eigenverwaltung der Siedlung Pykasu. Ausserdem soll auch die anhaltende Produktion von Lebensmitteln gefördert und die Trinkwasserversorgung gesichert werden. Pykasu besteht aus etwa 80 Familien, die von einem Anführer angeleitet werden. Während der Regierungszeit von Alfredo Stroessner wurde der Cacique Leiva als General benannt, wodurch die Siedlung eine Lebensmittel-Abhängigkeit entwickelte, verlautete aus CERAI-Quellen. Das Projekt hat deshalb zum Ziel, die Indianer zu einer Selbstverwaltung zu verhelfen und ihren Lebensstandard zu erhöhen.
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